Umleitung
Franz Josef Degenhardt
C#m
(início)
E Du wirst umgeleitet. Von der großen Straße G# musst du ab, fährst kreuz und quer durch die Landschaft, und dann bleibst du stehn. A Nichts ist los, nur der Benzintank leer. Guckst dich um. Es ist Samstag nachmittag, B es ist still, es riecht nach Milch und Mist. Und die Kirchentür steht offen, und dann merkst du, E dasses noch genau wie früher ist, als man dich so wie ein Nutztier hielt, G# nur Samstagnachmittag, da warst du frei, erst um acht begann der Film, doch A vor dem Kino stand´st du schon um drei. Und du wartestest auf Marlon Brando B und die andern Jungens aus Brooklyn, und du rauchtest so wie Richard Widmark, E standst wie Frankie wiegend in den Knien, B träumtest von der großen Stadt, E B von der Stadt, von der Stadt. E träumtest von der großen Stadt, B E von der Stadt, von der Stadt.
Verse 2
Den Benzinkanister in der Hand,
G#
ziehst du die Dorfstraße entlang.
Und der Bauer drüben sitzt genauso
A
wie dein Vater dick und fest auf seiner Bank.
Und genauso wie dein Vater sieht er dich nicht,
B
raucht und träumt von Korn und Speck.
Du wirst schwindelig, und deine Hand verkrampft sich,
E
doch dann rauchst du einfach und siehst weg.
In den Himmel zeichnet grad ein Starkampffighter
G#
lautlos eine weiße Maus.
Ein paar Kinder hüpfen, wolln zum Beichten,
A
und sie tauschen ihr Sünden aus.
Die Benzinzapfstelle. Und da schellst du.
B
Und da kommt was. Du stehst starr, mit offnem Mund:
Lange schwarze Haare, Äpfel, Pflaumenhintern,
E
und du siehst in ihre Augen, und
die träumen von der großen Stadt,
B E
von der Stadt, von der Stadt.Verse 3
"Den Kanister", sagst du, "bitte voll", sie lächelt,
G#
"Super", fragt sie, "oder einfach", du sagst "Ja".
"Es ist heiß hier", sagst du, "Och, es geht noch",
A
sagt sie. Ihre Eltern waren nicht da.
"Nimm mich mit", hat sie gesagt. Gewitterhagel
B
schlug die Fensterscheiben raus.
Und die Fotos von den Bürschchen an den Wänden
E
flatterten zum Fenster raus.
Glocken läuten. Es ist Maiandacht.
G#
Schwalben zappeln lustlos überm Mist.
Eine Ehrenrunde drehst du, winkst noch einmal
A
und glaubst wirklich, dass du sie nicht mehr vergisst.
Hinterm Regenbogen, auf der großen Straße,
B
hupen Wagen wütend auf dich ein.
Doch du fährst ganz langsam weiter, summst ein Liedchen,
E
lässt dich ruhig mal reaktionär sein,
träumst von einem kleinen Dorf,
B E
einem Dorf, einem Dorf.
träumst von einem kleinen Dorf,
B E
einem Dorf, einem Dorf.
träumst von einem kleinen Dorf,
B E
einem Dorf, einem Dorf.
Cifra adaptada de fontes públicas. Direitos da composição pertencem aos autores e gravadoras originais. Esta página é parte do projeto educacional Mania de Músico.

